Meine Erinnerungen an die Gaesdoncker Jahre können am besten direkt bei www.epubli.com bezogen werden. Dort im Shop ist nach Titel oder ISBN zu suchen. Die Lieferung dauert etwa 8-10 Tage und erfolgt in der Regel sehr zuverlässig. Eine ebook-Ausgabe habe ich nicht vorgesehen, weil ich mich nicht den KIs zum Fraß vorsetzen möchte.

Karsten Hens
Meine Gaesdonck
ISBN 9783565178520
391 Seiten, Softcover, Taschenbuchformat
Preis: 16,99 EUR
Ein Junge im Alter von 13 Jahren beschließt, sein Elternhaus zu verlassen, um sich seinen Lebenstraum zu erfüllen, welcher einzig darin besteht, das Klavierspielen zu erlernen, was von seinen Eltern abgelehnt wird, weil der Vater als Freiberufler das Büro im hellhörigen Haus unterhält und keine Störung duldet. Tatsächlich ergibt sich für den Jungen unerwartet die Möglichkeit, ein bischöfliches, katholisches Jungeninternat am Niederrhein zu besuchen: das Collegium Augustinianum Gaesdonck bei Goch. Weil er endlich den ersehnten Klavierunterricht erhält, geht er dort hin. Im Laufe seiner sieben Schuljahre gerät er in eine rege geistige Welt, die sich im Spannungsfeld zwischen streng katholischer Erziehung einerseits und weltoffener humanistisch-musischer Bildungskultur andererseits auftut. Vor allem die intensiven Begegnungen mit Mitschülern erweitern seinen Horizont über jenes Maß hinaus, dessen enge Grenzen durch sein Elternhaus gesteckt waren. Er findet neben dem Klavierspiel den Zugang zur Musik und zur Literatur. Philosophische Fragen beginnen sich zu regen, und Fragen der Religion drängen sich mit ihren Licht- und Schattenseiten in sein Leben. Daneben schildert er das Internatsleben in illustren Episoden, so wie es in den 70er Jahren des letzten Jahrhunderts vom ihm erlebt und empfunden wurde. Eingeflochten sind Kapitel über seine persönliche musikalische Entwicklung, welche den teilweise mit Traumszenen durchwobenen Weg aus der zwar 50 Jahre zurückliegenden, aber immer noch höchst lebhaften Erinnerung heraus nachzuzeichnen versuchen. In seinem autobiografischen Bericht zieht der Autor ein positives Fazit seiner sieben Internatsjahre, indem er die dort genossenen Freiheiten gegen die geistige Enge seines Elternhauses stellt. Auch der traumatische Schock des plötzlichen Todes seiner Mutter führt letztlich zu einer endgültigen Entfremdung von seiner Familie. Die Gaesdonck empfindet er nicht erst im Nachhinein als seine Rettung. Dieses Buch richtet sich nicht nur an andere ehemalige Gaesdoncker, sondern ausdrücklich auch an alle Leserinnen und Leser, die keine persönlichen Verbindungen zur Gaesdonck haben. Vielleicht, so erhofft sich der Autor, ist es auch solchen ein Gewinn.
Da ich fünf Jahre in Haus Stern verbrachte, spielt dieses leider nicht mehr existierende Haus eine bedeutende Rolle. Für Mitschüler, die ebenfalls dort gewohnt haben, ist dies möglicherweise besonders interessant, denn es ist nicht vieles zu diesem Haus dokumentiert. Ich habe versucht, es in Gedanken durch Grundrisszeichnungen zu rekonstruieren und das Leben dort unter dem Präfekten Hans-Theo Hülper darzustellen. Aber es geht natürlich auch um alle anderen Belange des Gaesdoncker Lebens. Viele, die das Buch bereits gelesen haben, bestätigen meine Erinnerungen teilen, die mir selbst immer lebhaft vor Augen stehen. Die Reaktionen darauf haben mich ermutigt, diesen Schritt der Veröffentlichung zu gehen. Ich bitte dringend darum, es nicht bei Amazon zu bestellen, was ich leider nicht verhindern kann, denn außer der Marge, welche dieser Krake ohne Mehrleistung von meinem bescheidenen Anteil am Umsatz abzieht, bringt das nichts.
(Januar 2026)
Mein Buch: „Bilderreise zu Arno Schmidts »Seelandschaft
mit Pocahontas«“, welches die Grundlage meines
Vortrags auf der 37. Jahrestagung
der Gesellschaft der Arno-Schmidt-Leser (GASL) am
5. Oktober 2024 in Salzburg bildete, ist in einer gedruckten
Form erhältlich bei epubli. Dort gibt es auch
alle weiteren Informationen.
(Januar 2025)